ALEXANDER STERZEL (born 1967) lives and works near Stuttgart (Germany) . His works include painting, photography, music and theatre. The artist tries to give real form to a Kafkaesque unreality and, in accordance with his thesis that all art proceeds from the flesh, develops his figures, persons and nature as "installed truths," making himself “a painter with the camera.” The artist’s career has included numerous exhibitions and theatre performances in his homeland and foreign countries.

In the artist’s work we see human and other shapes of a fairy tale kind; angels, hobgoblins, and ghosts. The artist seems to have recorded dream sequences but the figures and shapes are always in extreme situations which are self-created or fatefully forced upon them. The artist transforms their feelings into pictures. For this process he has found the language of Surrealism suitable. Humanity is the focus of the artist’s work; human vulnerability, human longings, human desire and human agony. The fusion of all human senses, the spirit and the body. Merged on canvas or photo paper and again scraped of, the photocollaged figures are assembled from many fragments. The creation of humans is the constant attempt to become superhuman (in the sense that Friedrich Nietzsche used the word) to recognize at the same time that it is not possible to do so.

These pictures are not by any means easy to decipher. They require of the viewer intensive and thoughtful engagement limited by no templates, One must step out of one’s own reality and think “out of the box” in order to be able to become acquainted with a stranger.


ALEXANDER STERZEL (geboren 1967) lebt und arbeitet in der Nähe von Stuttgart in den Bereichen Malerei, Fotografie, Musik und Theater. Der Künstler versucht im kafkaischen Sinne das Irreale zum Realen zu führen und durch seine These, dass alle Kunst vom Fleisch ausgeht entstehen dadurch seine Figuren, Personen und Wesen als "Montierten Wirklichkeiten", was ihn zum Maler mit der Kamera gemacht hat. So markieren zahlreiche Ausstellungen und Theateraufführungen im In, -und Ausland seinen Werdegang.

Wir sehen menschliche Gestalten und solche von märchenhafter Art, Engel, Kobolde, Gespenster. Traumsequenzen scheint der Künstler festgehalten zu haben. Aber die Figuren und Gestalten befinden sich stets in extremen Situationen, die sie entweder selbst herbeigeführt haben oder die ihnen schicksalhaft aufgezwungen wurden. Es können Momente ihrer Gefühle oder ihres Denkens sein, die der Künstler zu Bildern umformte. Hierfür fand er im Surrealismus den geeigneten Stil sich zu artikulieren. Der Mensch steht im Mittelpunkt. Sein Ausgeliefertsein. Seine Begierden, seine Lust und seine Qual. Die Verschmelzung aller menschlichen Sinne, dem Geiste und dem Körper. Verschmolzen auf Leinwand oder Fotopapier und wieder abgekratzt. Das Menschsein zusammengebaut aus vielen Splittern in Form der Fotokollage. Die Erschaffung des Menschen. Der ständige Versuch im Sinne von Nietzsche ein Übermensch zu werden, und jedesmal zu erkennen, dass es nicht möglich ist.
Alle diese Bilder sind keineswegs leicht zu entschlüsseln, sie verlangen vom Betrachter intensive Auseinandersetzung, ein von keinerlei Schablonen eingeschränktes Mitdenken, ja eigentlich muß man "um die Ecke denken", aus der eigenen Realitätsebene heraustreten, um einen fremde kennenlernen zu können.